Die erschütternde Geschichte von einem »Staatsfeind der DDR«
Autor Manfred Buikis | Berlin, Sommer 2010
Der Albtraum begann für Manfred Buikis als er sah, wie an einem Nachmittag im Mai 1973 zwei Wolgas vor seinem Haus in Erkner hielten. »Jetzt werden sie mich holen«, sagte er sich verängstigt. Dann klingelten zwei auffällig unaufällige Männer an der Tür: »Mitkommen!«, hallte es nur in Manfred Buikis Ohr. Seine verängstigte Mutter fragte, wann er denn zurückkomme. »Wohl nie wieder«, sagte er leise. Manfred Buikis sollte Recht behalten. »Als die Männer mich abholten, da wusste ich, dass ich in Haft kommen würde«. 22 Jahre alt war er damals. Nach zwei gescheiterten Fluchtversuchen machte er keinen Hehl mehr aus seinem Hass auf die DDR. Er rief zum Sturz des Regimes auf, verfasste Flugblätter und verteilte sie. Schließlich nahm er Kontakt zum Westen auf. Er korrespondierte mit der amerikanischen Botschaft und mit dem Springer-Verlag.
Das war der Stasi ein Dorn im Auge. Wegen »staatsfeindlicher Hetze« wurde Manfred Buikis zu dreieinhalb Jahren verurteilt. Er saß zwei Jahre in den Haftanstalten Frankfurt (Oder), Cottbus und Chemnitz bis ihn die Bundesrepublik freikaufte.
In »Die Verbrechen der Stasi an uns« kommt ein Opfer zur Rede. Mit einer umfangreichen Beweiskette anhand von Stasiakten zeigt der ehemalige Regimegegner Manfred Buikis, mit welchen Methoden die Staatsicherheit versucht hat, seinen Widerstand zu brechen.
Manfred Buikis: »Die Verbrechen der Stasi an uns«, Taschenbuch, ISBN 978-3-940490-87-2
Erhältlich in jeder Buchhandlung und auf Rechnung bei uns.
